Naturtrompeten in St. Marien: Ein begeisterndes Konzert!

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Das Konzert war sehr gut besucht

Das Landesnaturtrompetenensemble (kurz LNE) des Landesmusikverbandes NRW hat am vergangenen Sonntag in der St. Marien-Kirche ein begeisterndes Konzert gegeben. Unter der Leitung von Steffen Wardemann zeigte das Ensemble, welche unterschiedlichsten Facetten in der Naturtonmusik möglich sind. Abgerundet wurde die Aufführung von Hans-Jürgen Karolak, der mit einigen Orgelwerken zu einem gelungenen Abend beitrug.

Das Ensemble, welches 1995 gegründet wurde und aus Leistungsträgern unterschiedlicher NRW-Fanfarenzüge besteht, präsentierte ein breit gefächertes Programm, welches sowohl klassische Fanfarenzug-Kompositionen als auch moderne Musikstücke beinhaltete. Der frühere musikalische Leiter des Fanfarenzuges Holsterhausen´53, Komponist Tim Glaser, steuerte mit zwei Werken sowie einer Gemeinschaftskomposition mit Andreas Schlüter aus Buldern einen Großteil des Konzertprogramms aus eigener Feder bei.

Besonders beeindruckend zu hören waren für das Publikum die Kompositionen für Naturtrompeten in unterschiedlichen Instrumentenstimmungen. Hierdurch stehen mehr harmonische Möglichkeiten zur Verfügung, welche so in einem „normalen“ Fanfarenzug nicht realisierbar sind.
Dementsprechend fiel auch der Applaus aus: Mit Standing Ovations wurde den Musikern nach der Zugabe für diesen tollen Abend gedankt.

Das Landesnaturtrompetenensemble besteht derzeit aus ca. 25 Musikern aus den Fanfarenzügen Buldern, Halver, Hervest-Dorsten, Holsterhausen, Rheinberg-Ossenberg und Raesfeld. Zweimal im Jahr finden intensive Arbeitsphasen statt, bei denen am Konzertprogramm gearbeitet wird. Steffen Wardemann leitet das Ensemble seit drei Jahren, unterstützt wird er vom stellv. Leiter Tim Glaser aus Holsterhausen. Ziel des Orchesters ist es, die Leistungsträger der Vereine zu schulen, so dass diese das Erlernte als „Multiplikator“ in die eigenen Vereine weitergeben, um so die Fanfarenmusik stetig weiterzuentwickeln. Dies ist in den letzten Jahren sehr gut gelungen. Waren bis in die 1990er Jahre die Fanfarenzüge aus Süddeutschland bis auf wenige Ausnahmen die qualitativen Adressen im Naturtonbereich, bilden die NRW-Vereine seit einigen Jahren schon den Maßstab für gute konzertante Fanfarenmusik.

Hier einige Fotos; nur die farbenfrohen Landsknechtuniformen erinnern an die klassische Musik der Fanfarenzüge, nämlich Märsche und Aufzüge. Geboten wurde an diesem Abend ein Naturtrompeten-Konzert. Wie gesagt: begeisternd!

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Nur Naturtontrompeten …
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… und Schlagwerk machen hier die Musik
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Tim Glaser, der manche der Stücke komponierte
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Hans-Jürgen Karolak (li) begleitete und unterstützte auf der Orgel, Landesmusikdirektor Steffen Wardemann dirigierte das Ensemble

… und die Dorstener Zeitung schreibt:

2016-03-01-Naturtrompetenkonzert_RN DN-Dorsten_Dienstag, 1 Maerz 2016 (2)-1200

Die nächsten Veranstaltungen

GIOACCHINO ROSSINI: MESSA DI GLORIA

Samstag, 23.04.2016 um 19:30 Uhr

Rossinis „Messa di Gloria“ kannte man lediglich durch Erwähnungen  einiger weniger Zeitgenossen, die stark voneinander abweichende Vorstellungen von Inhalt und Qualität des Werkes, das am 24.03.1820 in Neapel erstaufgeführt wurde, vermittelten.
Es handelt sich hier nicht nur um ein wunderschönes, sondern auch ein sehr bedeutendes Werk. Es ist die erste geistliche Musik aus Rossinis reiferen Schaffensjahren, ja sogar das einzige geistliche Werk, das aus seiner Zeit als fruchtbarer Komponist für die Opernbühne stammt.

Programm:
Gioacchino Rossini:
Messa di Gloria für 4 Solisten, Chor und Orchester
Gaetano Donizetti:
Ave Maria für Solosopran, Chor und Streichorchester
Wolfgang Amadeus Mozart:
„Exultate, Jubilate“ für Solosopran und Streichorchester

Ausführende:
Essener Domchor
confido vocale & camerata
Künstlerische Leitung: Wolfgang Endrös

St.-Marien-Kirche
Samstag, 23.04.2016 um 19.30 Uhr
Eintritt: Vorverkauf 15,00 €
Abendkasse 18,00 €
Kinder, Schüler und Studenten: 5,00 €


 

VON BACH BIS PIAZOLLA

Sonntag, 26.06.2016 um 17:00 Uhr

Diesmal ist es uns gelungen, die gebürtige Dorstenerin Annette
Coêlho (geb. Proff), Querflöte, mit der mehrfach international
als ersten Preisträgerin ausgezeichneten Gitarristin Andrea
Gémes zu verpflichten.

Das Duo Tango También (Web: http://tangotambien.de/whois.html) spielt Werke von C. Ph. E. Bach, J. S. Bach, N. Paganini, F. Borne, F. Tárrega, F. Millet und A. Piazzolla.
Annette Coêlho zog es es immer wieder nach Zentral- u. Südamerika
mit Tourneen und Fernsehauftritten.

Bekannt für seine musikalischen Beiträge voller Intensität,
brillanter Virtuosität (vor allem bei der Carmen-Fantasie von
F. Borne) und verträumter Poesie zieht das Duo ihr Publikum
immer wieder in ihren Bann.

Ausführende:
Querflöte: Annette Coêlho
Gitarre: Andrea Gémes
« Von Bach bis Piazolla »

St.-Marien-Kirche
Sonntag, 26.06.2016 um 17:00 Uhr
Eintritt: 15,00 €

 

 

 

 

Brahms-Chor begeistert vollbesetzte Marienkirche

Die Erwartungen waren groß, als sich am Sonntagabend die Zuhörer in der Kirche St. Marien versammelten, wo der Brahms-Chor Dorsten die Kantaten I bis III des sechsteiligen Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach mit Unterstützung des Barockorchesters L’Arco aus Hannover und den Solisten Annabelle Heinen (Sopran), Claudia Darius (Alt), Robert Reichinek (Tenor) und Michael Marz (Bass) aufführten. „Ich freue mich auf das Oratorium, obwohl ich es schon öfter gehört habe“, äußerte sich eine Zuhörerin, und eine andere sagte: „Ich bin gespannt auf einen weihnachtlichen Abend“, während eine dritte einfach nur „schöne, entspannende Musik“ erwartete.

Brahms-Chor St Marien 2-1200

Enttäuscht wurde niemand, denn Alfred Schulze-Aulenkamp hatte dafür gesorgt, dass ein bestens vorbereiteter Chor, ein engagiertes Orchester und hochmotivierte Solisten in der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche ein Konzert boten, dass die Zuhörer am Schluss mit stehenden Ovationen feierten. „Es gibt wohl kaum ein Werk, das so bekannt und beliebt ist wie diese Sammlung von sechs Kantaten“, schrieb Alfred Schulze-Aulenkamp in das Programmheft, doch sobald das „Jauchzet, frohlocket …“ ertönt, rieselt den meisten Musikbegeisterten wieder ein Schauer den Rücken herunter. Bachs Werk verzückt eben immer wieder aufs Neue, und wenn der Brahms-Chor so singt wie am Sonntagabend, freut sich jeder, dabei gewesen zu sein. Die etwa vierzig Sängerinnen und Sänger überzeugten so, dass man sich schon auf den nächsten Choral freute, obwohl auch die Solisten und der Rezitator absolut hörenswert waren. Wenn auch der Text nicht immer der überzeugendste ist: „Ach mein herzliebes Jesulein, mach dir ein rein sanftes Bettelein“, so läuft doch bei der Bass-Arie „Großer Herr, oh starker König, liebster Heiland, o wie wenig achtest du der Erden Pracht!“ das musikalische Herz über. Das Orchester mit seinen Barockinstrumenten klang manchmal etwas ungewohnt, aber hoch interessant. Alfred Schulze-Aulenkamp schaffte mit seiner Choreografie, die Verbindung der relativ leisen Instrumente mit der Mächtigkeit des Chores herzustellen. Im Auditorium entstand der Eindruck, dass die meisten Zuhörer, die Zeit vergessend, gerne das ganze Oratorium gehört hätten. Auf den Punkt brachten es Ursula Bensch und Bürgermeister Tobias Stockhoff mit der gemeinsamen Aussage: „Besser hätte man es nicht machen können.“
Text und Fotos: Werner Wenig

Herzlich willkommen!