Rückblicke

Kul-Tour zu „Lux Ovalis“

Kein Konzert, kein Vortrag: Die Aktiven des Kulturkreises St. Marien waren heute mal „aktiv in eigener Sache“:
Besuch der Lichtinstallation „Lux Ovalis“ in der Kirchhellener Johanneskirche.
Wetterbedingt konnte die Anfahrt leider nicht mit den Fahrrädern erfolgen, sodass auch die angedachte Pause mit Kaffe&Kuchen bei Berger in Feldhausen in Wasser fiel.
Nach einer freundlichen Begrüßung durch Pastor Christoph Potowski und einigen gut in Sinn und Symbolik der Installation einführenden Worten wurden dann die Aktiven aktiv: Kul-Tour zu „Lux Ovalis“ weiterlesen

Confido mit Solidaritätskonzert

Angesichts der furchtbaren aktuellen Ereignisse hat sich Confido Vocale & Camerata spontan entschieden, das Konzert am Sonntag (s. die Programmankündigung) in der Marienkirche als Solidaritätskonzert zu gestalten.

Claudia Temp, Geschäftsführerin des Musikvereins, schreibt dazu:
Die Ereignisse in der Ukraine erschüttern uns alle und lassen uns sprachlos zurück.
Sprachlos dürfen und wollen wir aber nicht sein, auch confido möchte ein Zeichen setzen.
Als wir unser Programm planten, hatten wir nicht damit gerechnet, dass es derart aktuell sein würde.
Mit unseren Konzerten solidarisieren wir uns mit den Menschen in der Ukraine, die plötzlich, ohne eigenes Zutun, mitten im Krieg, ja, im Bruderkrieg stehen.
Als sichtbares Zeichen der Unterstützung erhalten Sie bei uns gegen eine Spende einen Button in den Farben der Ukraine mit dem Friedenssymbol.

 Die Spenden werden in vollem Umfang der Ukraine-Hilfe zukommen.


So., 06.03.2022, 17.00 Uhr Dorsten, Pfarrkirche St. Marien

Eintritt: VVK 15 €, Abendkasse 18 €

für Schüler*innen, Studierende und Geflüchtete frei

per Mail: info@confido.org, tel. 02362 – 704530, 02362 – 6603066,

pers.: Stadtagentur Dorsten, Recklinghäuser Str. 20

  • Erforderlicher Schutz nach der aktuellen Coronaschutz-Verordnung: Vollständig geimpft, nachweislich genesen oder mit tagesaktuellem offiziellen Schnelltest
  • Basisschutz-Maßnahmen wie Maskenpflicht, Abstandsgebot und Hygieneregeln bleiben bestehen.
  • Keine Zugangsbeschränkungen mehr für Kinder und Jugendliche

Marienvesper begeistert

Die erste Rezension kommt noch in der Nacht von unserem Bürgermeister, einem regelmäßigen Gast bei den Veranstaltungen des Kulturkreises.

Tobias Stockhoff bei Facebook:
„Ein Stück Himmel auf die Erde geholt – hat die Marienvesper von Claudio Monteverdi in der St.-Marien-Kirche. Die Menschen waren wieder einmal begeistert von Confido vocale & camerata unter der Leitung von unserem Musikschulleiter Wolfgang Endrös. Der Kulturkreis St. Marien hat erneut eine kulturelle Duftmarke in unserer Stadt mit der Unterstützung dieses Projektes gesetzt.

Ein herzliches Dankeschön für diese wundervolle Einstimmung auf den Sonntag. Ein echtes Geschenk für Geist und Seele!

Dorsten – die Stadt mit einem ausgezeichneten Projektchor!

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Barbara Seppi besprach das Konzert in hoher Fachlichkeit für die Dorstener Zeitung (9.11.2021; Abdruck mit Genehmigung der Dorstener Zeitung, herzlichen Dank dafür!):

Ein seltenes Meisterwerk auf der Bühne von St. Marien

Dorsten. Der Dorstener Verein „Confido Vocale & Camerata“ bereicherte die Kulturlandschaft am vergangenen Samstag (6.11.) mit einem anspruchsvollen Großprojekt.

Viel Andrang am Samstag in St. Marien, die Helfer des Kulturkreises hatten alle Hände voll zu tun, um Impfnachweise und Eintrittskarten zu kontrollieren. Die „Marienvesper“ von Claudio Monteverdi hatte Gäste von nah und fern angezogen, aus dem gesamten Ruhrgebiet und sogar Düsseldorfer Raum kamen Besucher, um das selten aufgeführte frühbarocke Meisterwerk zu genießen.

Eine beeindruckende Kulisse

„Es ist schön in so viele Gesichter in der Kirche, oder besser im Konzertsaal, zu blicken“, stellte Bürgermeister Tobias Stockhoff als Schirmherr der Veranstaltung bei der Begrüßung fest. „Solch ein großes Projekt wäre ohne die Unterstützung des Kulturkreises St. Marien gar nicht möglich“.

49 Sängerinnen und Sänger von „Confido Vocale“, das „Tallis Ensemble“ für Alte Musik mit 16 Musikerinnen und Musiker, acht Solisten und die Choralschola der Essener Domsingknaben – eine beeindruckende Kulisse. „Ein Schlüsselwerk der Musikgeschichte, eine musikalische Verbindung von Altem und Neuem“, fasste der musikalische Gesamtleiter Wolfgang Endrös den Stellenwert der 1610 uraufführten „Vespro della Beata Vergine“ zusammen.

Das „Alte“, das ist der gregorianische Choral, der sich wie ein roter Faden durch das Werk zieht. „Deus in adiutorium meum intende“, Gott komm mir zu Hilfe, intonierte die Choralschola unter der Leitung von Harald Martini in Perfektion zum Auftakt, und versetzte das Publikum mit den sonoren Stimmen ins Mittelalter, mysteriös und geheimnisvoll.

Das „Neue“ ist die Gestalt der Mehrstimmigkeit der Renaissance, mit dem der Chor die Psalmenvertonungen anstimmte. Die filigran geschriebene Musik für einen Chor von Solisten funktionierte auch mit den vielen Stimmen, die den Kirchraum von St. Marien zu füllen wussten. „Neu“ waren zu Monteverdis Zeiten auch die viel verzierten Solopassagen, Arien, Duette, Terzette.

Am Samstag waren es Charlotte Schäfer, Fiona Lang und Jiaying Lin in den Frauenstimmen und Leonhard Reso, Gustavo Martin Sanchez, Moritz Belau, Harald Martini und Niklas Wagner bei den Männern, die den Koloraturen Leben einhauchten.

Stimmlich herausragend Reso in seiner Interpretation, nicht nur in der bekannten Arie „Nigra sum“. Das Duett der Bässe Martini und Wagner ein besonderer Genuss, die tenoralen Echos aus dem Hintergrund beim „Audi Coelum“ eine gelungene szenische Note. Alle Solisten zeigten ein perfektes Zusammenspiel mit der Chitarone von Jasper Michels und dem Basso Continuo, Christian Braumann an der Truhenorgel.

Ein zweistündiger Musikmarathon

Wolfgang Endrös überzeugte mit seinem engagierten Dirigat, in dem zweistündigen Musikmarathon schaffte er es immer wieder, mit Energieschüben die Konzentration im Chor hochzuhalten. Dessen letzter Einsatz im Magnificat endete wahrhaft strahlend im „Gloria Patri et Filio“, die Worte „von Ewigkeit zu Ewigkeit“ nahmen Gestalt an.

Der Meditation im Gebet und der Antiphon „Salve Regina“ der Choralschola folgte ein brandender Applaus und stehende Ovationen. Der „Konzertsaal“ St. Marien hatte Dorsten einen weiteren kulturellen Höhepunkt beschert.

Klarinettenkonzert der Spitzenklasse

Endlich war es wieder soweit in der Kulturkirche St. Marien in Dorsten.

Die Star-Klarinettistin Sabine Grofmeier und ihre Pianistin Ekatarina Shabanova gaben am vergangenen Sonntag ein Konzert der absoluten Spitzenklasse, welches reichlich mit langanhaltendem Applaus und Standing Ovations vom Publikum belohnt wurde.

Zum Auftakt gab es Bachs ‚Badinerie‘, gefolgt von Brahms´ ‚Ungarischem Tanz Nr. 5‘, alles bestens arrangiert für das perfekt zusammenspielende Duo.
Sabine Grofmeier sieht ihre Klarinette als Verlängerung ihrer Stimme, dementsprechend gelang es Ihr, ihre Klarinette ganz im Stile der Mezzosopranistin Cecilia Bartoli in der ‚Cavatine Una voce poco fa‘ in den virtuosesten cantabilen Girlanden zum Singen zu bringen.

Eines der Hauptwerke des Abends war das hoch virtuose brillante Werk ‚Grand Duo Concertant‘ des Komponisten Carl Maria von Weber. Das dreisätzige Werk zeigte die musikalische Einheit der beiden sympathischen Musikerinnen, geballt mit höchster Virtuosität der Spitzenklasse sowohl für Klarinette als auch für das Klavier. Zur Entspannung erklangen Kreislers berühmtes ‚Liebesleid‘ und auch eine wunderschöne Komposition des Italieners Michele Mangan mit dem Titel ‚Pagina d`Album‘.

Dass Ekatarina Shabanova nicht nur eine exzellente feinsinnige Kammermusikpartnerin ist, konnte die Pianistin zart und fast zerbrechlich in Debussys ‚Claire de Lune‘ und dann wiederum feurig virtuos in einer eigenen Bearbeitung von Mozarts ‚Rondo Alla Turca‘ präsentieren.

Als Abschluss ein wunderbares Klezmerstück, gewidmet dem Großmeister Giora Feidman, wie könnte es anders heißen als Shalom Aleichem.

Als Dankeschön für den herzlichen Applaus eines glücklich erfüllten Publikums gaben die beiden charmanten Spitzenmusikerinnen gleich zwei Zugaben. Ein leicht jazzzig angehauchtes ‚Moonriver‘, bekannt aus dem Film ‚Frühstück bei Tiffany‘, gefolgt von dem beeindruckenden ‚Immer Kleiner‘, ein Werk, in dem Sabine Grofmeier bis hin zum Mundstück zum Schluss ihre Klarinette spielenderweise auseinander baute.

Freude und Jubel von beiden Seiten, denn auch die beiden Musikerinnen sind überglücklich, endlich wieder vor Publikum ihre Musikkunst in die Herzen weitergeben zu können.

Für den Kulturkreis
Ursula Bensch