Regina Schumachers und ‘confido vocale’: Sieben letzte Worte

Regina Schumachers: „Sieben letzte Worte“ Ausstellung ab 16.02.2013
confido vocale: „Sieben letzte Worte“ – Konzert am 24.02.2013

Die Künstlerin Regina Schumachers ist Schülerin von Markus Lüpertz und fertigte eigens für St. Marien Bilder zur Musik von Joseph Haydn. Das musikalische Werk von Haydn, „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze“, komponierte er als Passionsmusik.
Pfarrer Klaus Honermann verfasste zum gleichen Thema sieben Foto-Text-Meditationen.

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Wieder einmal ist die Kirche St. Marien ihrem guten Ruf als Konzertkirche gerecht geworden. Mit Confido Vocale und Camerata unter dem Dirigat von Wolfgang Endrös trat am Sonntagabend ein Ensemble auf, das den Vergleich mit anderen musikalischen Highlights in der Kirche nicht zu scheuen brauchte. Ursula Bensch vom Kulturkreis St. Marien zeigte sich zufrieden. „Das Ensemble ist auf uns zugegangen. Insbesondere die „Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze“ von Joseph Haydn gefiel uns. Das im Altarraum aufgehängte Bild der Deutenerin Regina Schumachers passt gut dazu, denn sie hat es nach eben dieser Musik gemalt. Wir hatten auch zu Beginn der Fastenzeit einen Gottesdienst zu diesem Thema. Da fügt sich Confido gut ein.“ Auch Wolfgang Endrös freute sich auf das Konzert. „Wir sind in großer Besetzung hier und gut vorbereitet“, sagte er. Eine kleine Panne verhinderte zu Beginn, dass das Programm nicht wie geplant gespielt werden konnte. Die „Seligpreisungen – In Memoriam Leipzig 1989“, eine in Erinnerung an die Revolution in Ostdeutschland von Enjott Schneider komponierte Motette für gemischten Chor, Streichorchester, Fagott und Orgel brauchten einen Organisten, der aber nicht erschienen war. So begannen Chor und Orchester das Stück „Pater noster“ für Chor und Streichorchester von Peteris Vasks. Bei diesem ausgezeichnet gespielten und gesungenen Stück zeigte sich wieder einmal die gute Akustik der Kirche. Dann folgte Joseph Haydns „Sieben letzte Worte“ „ein klassisches Oratorium im Spannungsfeld zwischen Musik und Wort“ unter anderem mit den Sätzen „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“, Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen“ und „Vater, in deine Hände empfehle ich meinen Geist“, gesungen von Charlotte Schäfer, Sopran, Eva Heinrich, Alt, Robert Reichinek, Tenor, und Thomas Demmler, Bass. Es war ein besonderes Vergnügen, den Sängern, dem Orchester und dem Chor zuzuhören. Wolfgang Endrös nennt das Stück „eine musikalische Andacht als geistige Übung zu Buße und Steigerung der Frömmigkeit.“ Seiner Meinung nach besitzt die „Musik eine perfekt in Form gefasste, Zeit und Raum übergreifende Eindringlichkeit.“ In der Kirche gespielt, wurde dies nur allzu wahr.

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Confido Vocale und Camarata in der Kirche St. Marien
Confido Vocale und Camarata in der Kirche St. Marien

 

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