Kul-Tour zu „Lux Ovalis“

Kein Konzert, kein Vortrag: Die Aktiven des Kulturkreises St. Marien waren heute mal „aktiv in eigener Sache“:
Besuch der Lichtinstallation „Lux Ovalis“ in der Kirchhellener Johanneskirche.
Wetterbedingt konnte die Anfahrt leider nicht mit den Fahrrädern erfolgen, sodass auch die angedachte Pause mit Kaffe&Kuchen bei Berger in Feldhausen in Wasser fiel.
Nach einer freundlichen Begrüßung durch Pastor Christoph Potowski und einigen gut in Sinn und Symbolik der Installation einführenden Worten wurden dann die Aktiven aktiv:

„Dröpje for Dröpje“ in Magenta-Rot, Cyan-Blau und/oder Gelb färbten die 14 TeilnehmerInnen das Wasser in den Infusionsflaschen ganz individuell und (fast) einzigartig in 14 von ca. 65000 möglichen Mischungen.

Was auch in Augenschein genommen wurde: Die Renovierung der Johanneskirche im vergangenen Jahr wurde als sehr gelungen gelobt; der Blick richtet sich nun auf das Innere der Marienkirche, bei der auch eine frische Innengestaltung ansteht.

Ausklingen ließen die Kulturkreisler den gelungen Ausflug ganz gemütlich im Restaurant „Am Tillessen-See“ (Leider heißt das immer noch so) bei Essen & Trinken. Da wurden dann auch gleich Pläne geschmiedet für eine gemütliche Radtour in naher Zukunft.

 

Informationen
  • In der Pfarrei St. Johannes der Täufer in Bottrop-Kirchhellen ist die interaktive Installation „Lux Ovalis“ zu Gast.
  • Gemeindemitglieder & Besucher können 4.900 Fläschchen mit verschiedenen Farben/Farbmischungen befüllen.
  • Jedes Fläschchen, jede Farbkombination steht für die menschliche Vielfalt, die Diversität und die Einzigartigkeit des Menschen.

Das ovale Regal in der Kirche St. Johannes der Täufer in Bottrop-Kirchhellen ist gut sichtbar und zieht die Blicke der Besucherinnen und der Besucher auf sich. Es umfasst rund 4.900 kleine Flaschen, die mit Wasser gefüllt sind und durch die Licht aus dem Inneren dringt.

„Lux Ovalis“ heißt das Kunstprojekt, an der alle Interessierten mitmachen können. Denn die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, mit den Grundfarben Blau, Rot und Gelb zu experimentieren und so selbst die Raumwirkung des Kunstwerks mitzugestalten.

Symbol für menschliche Vielfalt

„Jede und jeder kann und soll aktiv die Fläschchen mit Farbe befüllen. Dadurch entsteht eine bunte Vielfalt, ein Symbol für die menschliche Vielfalt und Diversität. Jede und jeder ist einzigartig“, sagt Pfarrer Christoph Potowski.

Bis Pfingsten haben die Interessierten nach den Gottesdiensten oder zu abgesprochenen Zeiten die Möglichkeit, mit den Grundfarben zu experimentieren. Die farbigen Fläschchen werden anschließend wieder in das ovale Regal zurückgestellt.

Bis zu 65.000 unterschiedliche Farben

Die Buntheit, die sich nach und nach einstellt, verändert immer wieder neu das Bild. „Die Installation entwickelt sich immer weiter“, sagt Potowski. Bereits in den ersten Tagen nach Ostern seien mehrere hundert Fläschchen farbig gestaltet worden. Pfingsten soll die bunte Vielfalt dann in Gänze zu sehen sein.

Mit den Farben Cyan (Blau), Magenta (Rot) und Gelb lassen sich mehr als 65.000 unterschiedliche Farben mischen. Ein paar Tropfen aus den Grundfarben in das farblose Wasser ergeben die „ganz persönliche Farbe“ des Mitmachenden. So hat jede Flasche ihre persönliche Note und Einzigartigkeit.

Projekt der „School of Arts“ Düsseldorf

„Erst wir zusammen machen die Welt so bunt, wie sie ist. Jede Farbe ist wichtig und hat ihre eigene Faszination. Und doch lieben wir oft das Bunte“, sagt Potowski. So sei auch jeder Mensch einzigartig und von Gott gewollt.

„Lux Ovalis“ ist eine Lichtinstallation, die Studierende der Peter Behrens „School of Arts“ der Hochschule Düsseldorf geschaffen haben. Erstmals wurde die Installation 2020 während der „Passagen Interior Design Week“ in Köln gezeigt.

Gebrauchte Infusionsfläschchen

Die Studierenden aus den Fachbereichen Architektur und Design wollten mit der Um- und Neunutzung alltäglicher Dinge und Orte eine Vielzahl neuer Lesarten und Sichtweisen schaffen. Die faszinierende und facettenreiche Kulisse der Kirche St. Michael am Brüsseler Platz in Köln diente den angehenden Architekten und Designern als Raum für die Umsetzung eines dreidimensionalen Werks. Bei den 4.900 Fläschchen handelt es sich um gebrauchte Infusionsfläschchen.

Die Kunstinstallation nach Kirchhellen geholt hat der Pfarreiratsvorsitzende Franz Klein-Wiele, der an der Hochschule Düsseldorf arbeitet und vom Projekt sofort angetan war: „Die Kirche zieht eine gewisse Aufmerksamkeit auf sich, die ein positives Gefühl hinterlässt. Der Kirchraum ist ideal für die Installation.“

Buntes Gesamtbild zu Pfingsten

Klein-Wiele ist sich sicher, dass die bunte Vielfalt bis Pfingsten „komplett“ zu sehen sein wird. „Die Farben vertragen sich alle gut. Zu den persönlichen Schattierungen des Lebens gehören immer viele Farben.“

Text-©: Johannes Bernard
Fotos: privat / Kulturkreis St. Marien

Informationen erteilt die Pfarrei St. Johannes der Täufer,
Telefon des Pfarrbüros 02045/40450,
E-Mail: stjohannes-kirchhellen(at)bistum-muenster.de.

Text mit freundlicher Genehmigung von Kirche & Leben, Ausgabe vom 1. Mai 2022

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