Andreas Englisch: Franziskus – Zeichen der Hoffnung

Andreas Englisch lebt seit 1987 als Vatikankorrespondent in Rom, wo er über exzellente Kontakte verfügt. Er stand in engem Kontakt zu Papst Johannes Paul II. und gehörte zu den Journalisten, die Benedikt XVI. auf seinen Reisen begleiten durften. Bereits im Jahr 2007 hat Andreas Englisch Jorge Mario Bergoglio, den neuen Papst Franziskus, persönlich begleiten dürfen.

Mitreißend und kompetent ermöglicht uns Andreas Englisch dabei einen Blick hinter die Kulissen des Vatikans. Er erläutert kenntnisreich, wie sich im Konklave die Machtverhältnisse zugunsten von Papst Franziskus verschoben haben, welche Funktionen um welche Papabili zunächst noch zur Diskussion standen und was letztlich den Ausschlag für die Wahl Jorge Mario Bergoglios gab. Aufgrund seines profunden Hintergrundwissens gelingt ihm ein sensibles Portrait des neuen Papstes, seiner Herkunft und Fähigkeiten. Und er gibt einen Ausblick darauf, ob und wie es ihm gelingen wird, die schwierigen Aufgaben zu bewältigen, die vor ihm liegen.

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Kommentar zur Veranstaltung:

Insiderwissen aus dem Vatikan: Andreas Englisch in der Marienkirche

Der langjährige Vatikankorrespondent und Bestsellerautor Andreas Englisch vermittelte in seinem eineinhalbstündigen, freien und engagierten Vortrag am Freitagabend in der vollbesetzten Marienkirche, dass mit der Neuwahl des Papstes Franziskus vor zwei Jahren ein verheißungsvoller Wandel im Vatikan und in der katholischen Kirche eingeleitet worden ist. Er beleuchtete in der ihm eigenen Diktion an hautnahen Begegnungen mit den letzten drei Päpsten, vor allem mit Johannes Paul dem II., dass in ihm persönlich eine Wandlung zum Glauben stattgefunden habe. Im weiteren Vortrag betonte er, dass nach verschobenen Reformen, Ränkespielen und Skandalen im Vatikan durch den epochalen Rücktritt Benedikts XVI. der Weg frei wurde für eine Reform der römischen Kurie, die durchaus als revolutionär bezeichnet werden kann. In der Publikumsfrage nach konkreten Reformen in der leider zur kurzen Fragestunde stellte Andreas Englisch schlaglichtartig die Endeuropäisierung und Globalisierung der kath. Kirche durch gezielte Kardinalsernennungen, die Behandlung der Wiederverheirateten und Geschiedenen auf der Bischofssynode zum Thema Familie im kommenden Herbst und die Franziskusäußerungen zur Homosexualität in den Blickpunkt.

Der Beifall des Publikums am Ende der Veranstaltung machte deutlich, dass sich für die vielen Zuhörer der Weg in die Marienkirche gelohnt hat.

M. und W. Herpers

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Und wie sich das gehört, gab´s am Ende vom Kulturkreis noch ein Fläschchen Wein als Dankeschön für den unterhaltsamen und informativen Abend.

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