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Freitag, 10. März – der Auftakt zur Ideenwerkstatt

16:30 Uhr. Letzte Vorbereitungen (nachdem vom Team der von-Ketteler-Schule und Mitgliedern der Initiative Zukunft Marienviertel schon fast alles vorzüglich vorbereitet wurde. Herzlichen Dank!) …

  

Blickfang mitten in der Mensa der Schule:

Die Kinder des Marienkindergartens haben ihre Vorstellung vom zukünftigen Marienviertel farbenfroh gestaltet.

Schülerinnen und Schüler der Schule drückten ihre Wünsche an diesem Pinboard aus, ihre Träume wurden zu einem bunten Wolkenband.

Kleiner Vorgriff auf die Zusammenfassung der Wünsche für das Marienviertel: die Vorstellungen der Erwachsenen für eine kindgerechte Gestaltung des Sportplatzgeländes unterschieden sich kaum von denen der Kinder, nur, lieber Jannick: das mit dem Dinosaurier-Museum wird wohl nichts werden …

Eine zweite Anmerkung: Angesichts der grasenden Kühe erinnerte ich mich an ein altes Luftbild unseres Viertels

Aus: Stadt Dorsten (Hrsg.): Dorsten – Festschrift zur 725-Jahr-Feier. 1976

Vor gut 40 Jahren weideten schon Kühe dort, gut, eher am jetzigen Rohlofs Hof, aber fast auf dem Sportplatz …

Kurz nach 17:00 Uhr begrüßte dann die Hausherrin, Schulleiterin Margarete Kannegießer, die ca. 70 Anwesenden. Anschließend stellte Werner Springer als Sprecher der Arbeitsgruppe ‘Gerhart-Hauptmann-Schule’ innerhalb der Initiative die Ziele der Ideenwerkstatt vor und dankte Matthias Feller von der Sparkasse Vest in Dorsten für die finanzielle Unterstützung, die die Durchführung der Werkstatt ermöglichte (Die Begrüßung durch Dr. Werner Springer finden Sie hier im Wortlaut; sie wird hier abgedruckt, weil sie die Chancen und Ziele dieser Ideenwerkstatt programmatisch zusammenfasst.).
Stadtbaurat Holger Lohse und die Demographiebeauftragte der Stadt Petra Kuschnerenko erläuterten die Ziele und Vorgaben aus ihrer Sicht. Ursula Bensch stellte die Arbeit der Kindergarten- und Schulkinder vor. (Übrigens: die gezeigten Luftaufnahmen über die Entwicklung des Marienviertels sind über die Internet-Adresse  https://luftbilder.geoportal.ruhr/ für jeden Interessierten verfügbar).

 

 

 

 


 

“World-Café”: Diese Methode wählte Dipl.-Ing. Yasemin Utku und ihr Team für einen ersten Zugang, eine Ideensammlung für die Workshop-Arbeit am Samstag.


Yasemin Utku

World-Café

Die Methode
Mit einem World-Café eröffnen die Einladenden den Gästen mit relativ wenig Aufwand und professioneller Anleitung einen sicheren Raum, um die verschiedenen Sichtweisen auf – und verschiedene Herangehensweisen an ein Thema voneinander kennenzulernen, Muster zu entdecken und Ziele und Zusammenhänge zu erkennen, neue Umgangsformen kennenzulernen, kooperativ zu werden, genau hinzuhören, zu hinterfragen, konstruktiv zu diskutieren und so gemeinsam Probleme aufzulösen. Auch sind die Einladenden bemüht, den Gästen zu ermöglichen, über das Treffen hinaus kooperativ zu bleiben.
Mit den passenden Fragen wird versucht, Menschen in ein konstruktives Gespräch miteinander zu bringen – zu Themen, die für die Teilnehmer relevant sind.
Es geht darum, möglichst alle Betroffenen zu Wort kommen zu lassen, gemeinsame Ziele und Strategien zu finden und dadurch ihre Engagement-Bereitschaft zur Mitwirkung an den Veränderungsprozessen in ihrem Sinne zu wecken.
World-Café unterstützt ebenfalls bei gemeinsamer Planung und fördert so Selbstentwicklung, Selbststeuerung und Selbstorganisation der Gäste und macht den Leistungsvorteil der Gruppe sichtbar und die Stärke der Gruppe erlebbar.

Ablauf
Ein World-Café dauert etwa 45 Minuten bis drei Stunden. Die Teilnehmer stehen oder sitzen im Raum verteilt an kleinen Tischen mit vier bis maximal sechs Personen. Die Tische sind mit beschreibbaren “Papiertischdecken”  und Stiften bzw. Markern ausgestattet. Ein Moderator führt in die Arbeitsweise ein, erläutert den Ablauf und weist auf die Verhaltensregeln, die Café-Etikette, hin. “Gastgeber” an den Tischen sorgen für die inhaltliche Verknüpfung der Erkenntnisse aus den unterschiedlichen Diskussionsrunden.
Im Verlauf werden zwei oder drei unterschiedliche Fragen in aufeinander folgenden Gesprächsrunden von 15 bis 30 Minuten an allen Tischen bearbeitet. Zwischen den Gesprächsrunden mischen sich die Gruppen neu. Nur die Gastgeber bleiben die ganze Zeit über an einem Tisch: Sie begrüßen neue Gäste, resümieren kurz das vorhergehende Gespräch und bringen den Diskurs erneut in Gang. Das World-Café schließt mit einer Reflexionsphase ab.

(Um die Regeln nicht selbst neu formulieren zu müssen, habe ich mich des Online-Lexikons Wikipedia bedient: https://de.wikipedia.org/wiki/World-Caf%C3%A9)

Was die Anwesenden freute: Vor jeder Gesprächsrunde konnten die Teilnehmer sich am Fingerfood bedienen. Lecker zubereitet und geschmackvoll dargeboten wurden die Häppchen von “Echt lecker”, dem ‘Schüler-Catering-Service’ der von-Ketteler-Schule. Ganz großes Lob dafür!

 

 

 

Die Fragen:

Impressionen aus dem World-Café

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Während die Marienvierteler arbeiteten, ‘clusterten’ Yasemin Utku und ihre Mitarbeiter die Ergebnis-Karteikarten mit den Stichworten und Themen.

Nach den drei Gesprächsrunden und einer kleinen Pause (in der wieder genussvoll dem Essen zugesprochen wurde!), fassten Yasemin Utku und ihre Mitarbeiter die Ergebnisse der Diskussionen gekonnt, humorvoll und die Arbeit der Anwesenden lobend zusammen. Vor einigen Karten standen sie ratlos und fragend: Wie sollten die Dortmunder Städteplaner auch wissen, wie ‘scharf’ die Grenzziehung ist/war zwischen dem ‘richtigen’ Marienviertel und z.B. dem Holzplatz? Ein Teilnehmer merkte (durchaus spaßig gemeint, aber nicht allzu weit entfernt von der realen Situation) an, dass die schlimmsten drei Jahre seines Lebens die gewesen seien, in denen er nicht im Marienviertel gewohnt habe; diese Zeit verbrachte er … in Hervest.

 

 

 

Nach einigen Dankesworten von Holger Lohse und Yasemin Utku für die gute und kreative Mitarbeit endete diese Auftaktveranstaltung im notwendigen Aufräumen und gemütlichen Smalltalk.

Mein persönlicher Eindruck: Yasemin Utku und ihr Team hatten sich selbst und den Abend sehr gut vorbereitet und kannten sich aus in den Strukturen unseres Quartiers. Die Teilnehmer zeigten sich engagiert, nach vorne gerichtet und ergebnisorientiert. Ein gelungener erster Teil der Werkstatt!

Johannes Wulf

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