Archiv der Kategorie: Rückblicke

Gospel & Passion

Gospel and Passion – Konzertprogramm zur Passionszeit
mit dem Gospelchor Enjoy! aus Dorsten

Rund 45 Gospelsänger mit ihren Solisten wollen fröhlich und beschwingt, aber auch nachdenklich und besinnlich einen musikalischen Blick auf „das Wort vom Kreuz“ werfen. Und sie werden davon singen, welche Kraft es heute im Alltag entfalten kann.
Deutsch- und englischsprachige Songs vom Klassiker „O Happy Day!“ bis zu Adel Tawils „Ist da jemand“ bilden den roten Faden des Programms, das soulige Pop- und Gospelsongs mit Tiefgang verspricht. Auch kurze Gedankenanstöße und Moderationen gehören dazu.

Mit ‘Gospel-and-Passion’, so der Titel des Programms, geht ‘Enjoy!’ nach erfolgreichen Auftritten in den zurückliegenden Jahren jetzt im Februar und März mit aktualisiertem Repertoire erneut auf eine ‘kleine Tournee’. Neben Auftritten in Herne, Haltern am See und Borken steht auch ein Konzert in Dorsten auf dem Plan:
Sa., 03.03.2018, in der Marienkirche,
zunächst um 18:00 Uhr Mitwirkung im Gottesdienst. Konzertbeginn ist dann um 19:30 Uhr.

Der Eintritt ist frei, es wird um eine Spende am Ausgang gebeten.

„Enjoy!“ ist ökumenischer Gospelchor, angebunden an die evang. Kirche im Dorstener Ortsteil Rhade. Keine Profis, aber allesamt engagierte und motivierte Sängerinnen und Sänger im besten Alter zwischen 17 und 70 Jahren. Der Chor wird geleitet und am Klavier begleitet von Sänger und Songschreiber Christian Löer, außerdem unterstützt von Bassist Jan Primke und Schlagzeuger Jens Beckmann.

Herzliche Einladung!

Shalom Chaverim – Giora Feidman in der Marienkirche

Dem „Opa des Klezmer“, wie er selbst scherzhaft über sich sagte, sieht man seine 81 Jahre ein wenig an: sein Anteil in den Konzerten wird etwas kleiner,  er setzt sich zwischendurch schon mal …

Aber wenn er mit seiner Klarinette ’singt‘ …
Lachen und Jauchzen, Schluchzen und Schreien, Tanzen und Scherzen – Feidmans Musik landet genau da, wo der Mensch sie braucht: in der Seele. Eine Nadel hätte man fallen hören können, als Giora Feidman das Konzert eröffnte: Ganz ganz leise Töne aus dem Mittelgang …

Hervorragende Partner Feidmans an diesem Abend (er nannte sie liebevoll mit dem Schalk im Nacken seine ‚Enkel‘) waren die 4 ‚Jungs‘ von Gitanes Blondes, jeder ein großer Könner an seinem Instrument, gemeinsam virtuos in der großen Bandbreite von Gypsy- Klängen bis hin zu südamerikanischen Tänzen.

Allen Musikern sah man den Spaß am Improvisieren an, den Spaß an Musik, den Spaß am Spiel.
Ernst wurde es dann, als Feidman ganz leise das Lied vom Kelbl anspielte,  von dem Kälbchen, das sich nicht dagegen wehren kann, zur Schlachtbank geführt zu werden …
Erst ganz leise, dann immer kräftiger begleiteten die Kirchenbesucher mit ihrem ‚Donna, donna, donna‘ die Klarinette.
Bekannt, aber deswegen nicht weniger ergreifend ist Feidmans Verschmelzung von deutscher, israelischer und palästinensischer Hymne, auslaufend und übergehend in ein gemeinschaftlich gesungenes „Shalom chaverim“: Giora Feidman als überzeugender und berührender Friedensbotschafter.

Die gut 400 Zuschauer in der vollen, mit zusätzlichen Stühlen ausgestatteten Marienkirche waren voll des Lobes. „Faszinierend, was da nicht nur am Altar, nein in der ganzen Kirche passiert“: Die Zuhörerin, die das in der Pause sagte, war mit diesen Gefühlen ganz sicher nicht alleine …

Dank auch an die Vereinte Volksbank Dorsten, die mit ihrer finanziellen und logistischen Unterstützung den Auftritt dieser Weltstars ermöglichte!

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(alle Fotos: © Klaus Kringel)


Barbara Seppi hat sich zwar verzählt (nach 2012 und 2015 war Giora Feidman schon zum dritten Mal Gast des Kulturkreises St. Marien); das mindert aber nicht die nuancen- und kenntnisreiche Besprechung des Konzerts …

„Aber bitte mit Sahne!“ …

sang Gabriele Banko nicht, wohl aber gab´s kalorienreiche,  sündhafte, bissige, sanfte wunderbare Chansons und Texte von Georg Kreisler, Erich Kästner, Kurt Weill … und das mit dieser abgrundtiefen Stimme: Es war ein Vergnügen!

Vergnügen bereiteten auch die Kulturkreis-Damen mit ihren berühmten und oft gerühmten ‚Kulturkreis-Torten‘, die angesichts des sonnigen Nachmittags auch gerne mal draußen genossen wurden.

… und die Dorstener Zeitung schreibt dazu in ihrer Ausgabe vom 27.9.2017: