Schützenverein St. Marien

Schützenrundgang im Marienviertel

Marienviertel. Dass Schützenvereine mehr können als feiern – das hat Dorstens jüngster und kleinster Verein immer wieder bewiesen. Pünktlich zum Fest der Marienschützen, in Dorsten zugleich der Start in die Saison der Grünröcke, punkten die Hervester mit einer neuen Initiative: Dem (wahrscheinlich) einzigen Schützenrundweg der Republik.

Die charmante Idee: Im Internet ist eine 3,2 Kilometer lange Runde beschrieben, die an ortsgeschichtlich oder für die Schützen wichtigen Stationen vorbei führt. Nebenbei führt der Rundgang vorbei an einigen schönen Häusern, markanten Dorfpunkten und streift vielerorts die Natur und das üppige Grün in und am Rand der Siedlung. Beschrieben werden zudem einige Abstecher, auf denen sich die Erkundung des Stadtteils ausweiten lässt.

„Eine richtig schöne Runde“

rundweg

Vorsitzender Paul Schürmann ist vom Gemeinschaftswerk vieler begeistert: „Das ist ‘ne richtig schöne Runde geworden.” Zu Fuß dauert der Spaziergang gute 40 Minuten. Für Familien mit kleinen Kindern etwas länger: Auch die Spielplätze unterwegs werden beschrieben. Bis auf ein kurzes Teilstück am Luner Weg führt der Parcours ausschließlich über Geh- und Radwege.

Entstanden ist die Idee dann doch auf Schützenart: Nach einer ehrenamtlichen Plackerei am Königsforst (hübsch machen fürs Fest 2013) ging’s zum Gasthaus Lunemann. Zu Fuß natürlich. Wie immer. Ehrenamtlicher Einsatz – Kneipe. Schürmann: „Viele Wege im Ort laufen wir.” Der amtierende König Thorsten Kotus hatte dann die Idee, die Stationen in einem Rundweg zu bündeln.

Mit Erscheinen dieses Artikels wird die Beschreibung der Route veröffentlicht auf der Internetseite des Vereins (www.schuetzenverein-st-marien-dorsten.de). Dort gibt es eine Karte mit allen Stationen, ideal zum Ausdrucken für unterwegs. Dort gibt es Beschreibungen der markanten Punkte, teilweise verbunden mit Internetseiten zu Hintergrundinformationen. Wer sich fürs Ehrenmal auf dem Marienfriedhof interessiert, der findet so auch rasch Informationen über die Dorstener Ordensschwester, Künstlerin und Ehrenbürgerin Tisa von der Schulenburg (Schwester Paula), die das Denk- und Mahnmal entworfen hat.

Weitere markante Stationen auf der Route, die an der Gaststätte Blauer See beginnt und endet: Das alte Strandbad (heute verlandet) mit dem Königsforst der Marienschützen, die Kirche im Dorf, Lunemanns Wirtshaus (1975 Geburtsort der Marienschützen), Bocciabahn der KAB und Kapelle Lunemann/Krampe. Ein Abstecher führt zum Biotop an Hof Hagemann in der Wenge. Eine schlichte, aber geschichtsreiche Stelle markiert das „Sühnekreuz“ am Luner Weg (siehe Text unten).

Paul Schürmann ist überzeugt, dass ähnliche Wege auch in anderen Stadtteilen abgesteckt und miteinander verbunden werden können. Ortskunde und Geschichte in einem Spaziergang vereint: Von den Marienschützen ausdrücklich empfohlen zur Nachahmung . . .

Von Ludger Böhne, WAZ Dorsten, Foto: Franz Meinert

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