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Spielplatz Marienstraße: Online-Bürgerbeteiligung

Als 2019 die Spielplatzbedarfsplanung für die Stadt Dorsten, erstellt vom Landschaftsarchitekturbüro Hoff, zur Grundlage für die Schließung überflüssiger und die Reaktivierung notwendiger Spielplätze im Stadtgebiet wurde, wurde dem Spielplatz Marienstraße einerseits zwar eine hohe Priorität bescheinigt, andererseits die Umsetzung aufgeschoben, da in Hervest schon mehrere Spielplätze neu geschaffen bzw. renoviert wurden und die einzelnen Stadtteile Gleichbehandlung erfahren sollten.
Mehrere Mütter aus dem Marienviertel nutzten jedoch eine Sitzung des Jugendhilfeausschusses, um darauf hinzuweisen, dass die ‘frischen’ Spielplätze innerhalb des Projekts ‘Soziale Stadt Hervest’ im Umfeld der Zechensiedlung entstanden sind; davon haben die Kinder (und ihre Eltern) aus dem Marienviertel kaum etwas – und im Bereich nördliches Marienviertel gibt es außer dem stark vernachlässigten Spielplatz Am Strandbad keine weiteren Plätze.
Die Politik folgte dieser Argumentation und schob die Marienstraße etwas nach oben in der abzuarbeitenden Liste.

Die aktiven Mütter erklärten sich bereit, als Spielplatzpatinnen zu fungieren, und wurden in die Planung mit einbezogen. Sie überlegten die pädagogische Zielsetzung, die anzusprechenden  Altersgruppen und wälzten Kataloge der einschlägigen Hersteller. Bei einem Vor-Ort-Termin mit Eden Fähnrich vom Jugendamt und Stefan Pesenacker vom Grünflächenamt im April 2021 wurde die Fläche in Augenschein genommen und grob aufgeteilt.

In der Folge tauschten die Beteiligten mehrere Ideen und Entwürfe aus, Wünsche der Patinnen wurden als zu teuer verworfen oder aus Platzmangel (Sicherheitsabstände!) abgelehnt. Die Stadt gab Wünsche der Patinnen an die Gerätehersteller weiter: Insgesamt bewerten die Patinnen den Austausch und die Zusammenarbeit positiv und fruchtbar und können mit dem zur Bürgerbeteiligung angebotenen Entwurf gut leben. Freuen wir uns jetzt auf die tatsächliche Umsetzung!

Die Initiative Zukunft Marienviertel, die diesem Prozess beobachtet und begleitet hat, sieht hier wieder ein gutes Beispiel dafür, dass sich Bürgerengagement mit persönlichem Einsatz und Hartnäckigkeit lohnt. Die IZM dankt den Patinnen!

Lesen Sie unten die ‘offizielle’ Einladung der Stadt zur Bürgerbeteiligung.

 

Quelle: Stadt Dorsten

Online-Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung Kinderspielplatz Marienstraße
Bürger_innen können sich mit Vorschlägen bis zum 13. Dezember an die Stadt Dorsten wenden

Der Kinderspielplatz Marienstraße im Stadtteil Hervest wird reaktiviert. Das sieht der Beschluss des Jugendhilfeausschusses vor. Nach erfolgter mehrmaliger und umfangreicher Beteiligung von engagierten Bürger_innen sowie der Spielplatzpaten hat die Stadt Dorsten nun auf Grundlage von Vorschlägen einen Vorentwurf entwickelt. Dazu gehört auch die Auswahl von Spielgeräten.

Um jedoch die Wünsche weiterer Dorstener Bürger_innen berücksichtigen zu können, lädt die Stadt Dorsten zu einer weiteren Online-Bürgerbeteiligung ein. Bürgerinnen und Bürger, die Änderungsvorschläge haben, können sich bis zum 13. Dezember 2021 in der Grünflächenabteilung bei Stefan Pesenacker melden, bevorzugt per E-Mail an stefan.pesenacker@dorsten.de, alternativ telefonisch unter der Rufnummer 02362 665461.

Das Schwerpunktthema des Spielplatzes Marienstraße soll nach den Vorstellungen der bereits beteiligten Bürger_innen sowie der Spielplatzpaten der Bereich „Balancieren“ sein. So soll ein Balanciertreff mit verschiedenen Elementen entstehen, wie dem Seilgang, dem Wackelbalken, den Schlupftunneln und der Hüpfplatte. Ergänzt werden soll der Balanciertreff mit natürlichen Holzelementen wie Baumstämmen und Baumhockern sowie kleineren Elementen.

Als besonderes Spielgerät, so sieht es der Vorentwurf vor, soll ein Kletterknoten mit vielfältigen Klettermöglichkeiten den Balanciertreff ergänzen. Für die Kleinsten soll außerdem ein Sandbereich mit einem Spielhaus mit Rutsche entstehen. Eine Doppelschaukel, eine Wippe und eine Tampen-Schaukel sollen das reichhaltige Spielangebot für alle Altersgruppen abrunden. Der nördliche Bereich des Kinderspielplatzes soll als freie Spielwiese erhalten bleiben.

Darüber hinaus sollen mehrere Aufenthaltsmöglichkeiten entstehen, unter anderem als Teil des Balanciertreffs. Eine Sitzgruppe aus zwei Bänken mit Tisch soll barrierefrei auf einer neu erstellten Pflasterfläche gebaut werden, sie soll durch eine Gruppe Stammhocker ergänzt werden. Zentral sollen Steinblöcke am Weg angeordnet werden, die zum Verweilen und als Teil des Balanciertreffs genutzt werden können.

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