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Mit Zuversicht ins neue Jahr!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger im Marienviertel,

nach dem recht schwierigen, manche sagen verkorksten, Jahr 2020 wünschen wir Ihnen und Euch ein gutes & gesundes Jahr 2021.

Ein neues Jahr heißt auch immer: neue Hoffnung, neues Licht, neue Gedanken und neue Wege zum Ziel. Im vergangenen Jahr musste aber auch vieles liegen bleiben, konnte über vieles nicht gesprochen werden.
Daher möchten wir Ihnen und Euch einen kleinen Überblick geben über die Themen, die uns beschäftigen, über die Aufgaben, die auf uns warten.

Wohnbebauung auf dem Areal der früheren Gerhart-Hauptmann-Realschule
Im Oktober 2019 stimmte der Umwelt- und Planungsausschuss des Rates der Stadt dem „städtebaulichen Planungs- und Realisierungskonzept“ für das GHS-Areal zu; im November 2019 konnten wir es Ihnen/Euch in der Bürgerversammlung vorstellen.
Im August 2020 erfolgte dann auf der Grundlage dieses Konzepts die Auftragsvergabe für einen Bebauungsplan an ein Coesfelder Büro. Einige Akteure der IZM erläuterten bei einem sehr informativen Gang mit den Verantwortlichen des Planungsbüros die Wünsche besonders hinsichtlich der Anbindung des Geländes an die Umgebung (Stichworte Wienbach, Biotop/Streuobstwiese, Marienkirche/-kindergarten.
Aktuell erarbeitet das Büro einen maßstabgerechten Plan der vorgesehenen Verkehrsflächen, woraus sich im Vergleich zum Konzept kleinere Änderungen bei Größe und Lage der Grundstücke und Gebäude ergeben können im Vergleich zum Konzept.
Parallel zum Warten auf die Auftragsvergabe zum Bebauungsplan kümmerten sich Akteure der IZM um geeignete Wohnungsbaugenossenschaften und recherchierten z. B. hinsichtlich nachhaltiger Energiekonzepte.
Sorgen bereitet der alte Eichenbestand auf dem früheren Schulhof. Staubtrockene Sommer, die Versiegelung des Bodens durch Pflastersteine und die Verdichtung durch parkende Autos schädigen sichtbar die Bäume, die in Zukunft das „Dach“ des Quartierplatzes bilden sollen. Bei der Erarbeitung des Bebauungsplanes wird sich zeigen, welche Eichen auf Dauer erhalten bzw. nicht erhalten werden können.
Die rund sechzehntausend Liter, die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr zwischen den Bäumen fließen ließen, waren sicherlich mehr als nur ein ‚Tropfen auf den heißen Stein‘, es fehlt aber die kontinuierliche Grundfeuchte.
Dank einer großzügigen Spende von Hagebaumarkt Sender können in der kommenden Vegetationsperiode Wassersäcke langsam dröppelnd für Feuchtigkeit im Bereich der Baumscheiben sorgen. Mit Stadt und Berufsfeuerwehr wird es dann Absprachen geben, wer wann die Beutel nachfüllt.

Streuobstwiese/Biotop
Der erste Versuch, etwas Biodiversität auf die Wiese zu bringen, ging gehörig schief. Nach einer Mahd im Juli und dem Abheben vieler Quadratmeter Grassoden, teils mit Hilfe von GaLaBau Habsch (Danke dafür!), zum großen Teil mit zwei Eltern-Kind-Aktionen (Es hat viel Spaß gemacht!) säten Akteure der IZM eine bienenfreundliche Mischung ein; auch wenn Wolfgang Hoffrogge etliche Kubikmeter Wasser mit dem Trecker brachte, das dann mit Gießkannen ausgebracht wurde, war die Blütenpracht recht überschaubar: Es war einfach zu heiß, zu trocken. Im Herbst wurde dann die ‚Vestische Mischung‘ in einer Teilfläche ausgebracht, ein Saatmischung spezifisch ausgerichtet auf die Bedürfnisse der Insekten in unserer Gegend. Im späten Frühjahr werden sich dann hoffentlich gute Erfolge zeigen und Bienen und andere Insekten ihre Freude haben.
Was auf dieser Wiese auffällt, ist das ungebremste Wachstum von Brennnesseln, die vieles andere Blühen be- und verhindert. Ursachen dafür liegen zum einen in einem (illegalen!) Entsorgen von Gartenabfällen, zum anderen in der Unmenge an Hundekot. Dieser unmäßige Stickstoffeintrag in den Boden ist ideal für Brennnesseln, äußerst ungünstig aber für einfache und bienenfreundliche Blühpflanzen, die einen eher mageren Boden lieben. Ach ja, diese Tretminen haben auch beim Gießen für Unmut gesorgt … Die IZM-Akteure reagierten und hoffen, dass die im Umfeld der Wiese mittlerweile angebrachten 3 Kotbeutelspender und 5 Abfalleimer diesem Sch… künftig abhelfen.

Sitzgruppe auf der Streuobstwiese
Eine zünftige Einweihung des Rastplatzes in der Nordost-Ecke der Streuobstwiese war Corona-bedingt in 2020 nicht möglich. Mit tatkräftiger Unterstützung durch Josef Steuter (Lunemann´s Wirtshaus) wurde nun eine kleine Fläche gepflastert, auf der bald eine einladende Sitzgruppe stehen wird. Der Tisch und die beiden Bänke warten schon bei Hoffrogge auf den Einbau. Finanziert wurden sie zum größten Teil aus dem Bürgerbudget (Dank an die Hervestkonferenz!) und durch Spenden aus dem Marienviertel. Hoffentlich können wir es uns bald mal gemütlich machen dort.

Offener Bücherschrank

Ebenfalls zu 75% mit Mitteln aus dem Bürgerfond für Hervest finanziert ist auch der Offene Bücherschrank, eine ausgediente Telefonzelle. Seit dem Sommer wartet sie in Wulfen in der Halle des IZM-Mitmachers Ralf Schreiber auf den Aufbau vor der Bäckerei Spangemacher. Corona-bedingt war das bislang nicht möglich: Die Zelle hat eine Tür und ist begehbar, ein ‚No-Go‘ in Zeiten der Pandemie.
Auch die Sponsoren für ein Viertel der Umbau- und Einrichtungskosten, Privat- und Geschäftsleute aus dem Viertel, möchten gerne sehen, für was sie sich engagiert haben. Hoffentlich ist es im Frühjahr/Frühsommer so weit.

Spielplatz Marienstraße
Mit dem Spielraumentwicklungsplan und dem dahinterliegenden Konzept aus dem Jahr 2019 wurde von Seiten der Stadt eine Prioritätenliste beschlossen, nach der die Erneuerung von Spielplätzen in Hervest recht weit nach hinten geschoben wird. In Gesprächen mit dem Jugendamt konnte die IZM erreichen, dass bei der Stadt ein erhöhter Handlungsbedarf für das Marienviertel anerkannt wird: Neben dem ebenfalls maroden Platz Am Strandbad gibt es im Marienviertel keinen mehr. Eigentlich sollte daher der Jugendhilfeausschuss im Herbst 2020 den Spielplatz Marienstraße in die Baumaßnahmen für 2021 nehmen; es fanden aber seit Juni 2020 Corona-bedingt keine Sitzungen mehr statt. Hoffen wir darauf, dass der Spielplatz in der Tagesordnung des ersten JHA-Sitzung im Februar 2021 auftaucht.
Außerdem, so das Jugendamt, „wäre es natürlich sehr hilfreich, wenn es gelänge, [dass es] neben den städtischen Mitteln auch Sponsorengelder geben könnte, damit mehr gemacht werden kann.“ Vorbilder können sein die Spielplätze am Napoleonsweg in Wulfen (€ 25.000 von der Auridis-Stiftung) und am Friedensplatz (€ 10.000 von den GOFUS, den golfspielenden Fußballern).

Allen Unkenrufen zum Trotz hat das Autokino nicht gestört; es hat sich für Hans Schuster und seine ‘Night Affairs’ leider auch nicht gelohnt.

Wartehäuschen an den Bushaltestellen An der Wienbecke: ‚Gewerbegebiet Wenge West‘ und ‚Bismarckstraße‘
Viele Schüler*innen aus dem Marienviertel nutzen diese beiden Haltestellen auf ihrem Weg z. B. zur Gesamtschule Wulfen. Beim Warten auf den Bus sind sie Wind&Wetter schutzlos ausgesetzt.
Die Bemühungen der IZM, hier Abhilfe zu schaffen, verliefen ziemlich enttäuschend.
Straßenbaulastträger der Straße An der Wienbecke ist der Kreis; er stellt allerdings keine Fahrgastunterstände auf. Die Stadt Dorsten kann für diese beiden Haltestellenstandorte Gewerbegebiet Wenge West und Bismarckstraße keine Fördermaßnahme beim VRR für Fahrgastunterstände anmelden, weil diese Haltestellen an einer Kreisstraße liegen und noch nicht durch den Straßenbaulastträger (Kreis!) barrierefrei ausgebaut wurden. Dieser Schlange, die sich in den eigenen Schwanz beißt, ist nur zu entkommen, wenn die Wartehäuschen (und wohl auch der behindertengerechte Umbau!) privat finanziert würden, also mit Mitteln aus dem Bürgerbudget (75 % der Kosten) und Sponsorengeldern. Auch wenn die Stadt die Planung übernehmen wird: Es geht um überschlägig 10.000 bis 15.000 € für zwei baurechtlich abgesicherte Häuschen plus die erforderlichen Tiefbauarbeiten; da sieht sich die Initiative außer Stande, den Eigenanteil aufzubringen, zumal auch das Bürgerbudget für Hervest damit so gut wie komplett gesprengt wäre. Die Initiative Zukunft Marienviertel ist aber nach wie vor an der Lösung dieses Problems interessiert und wird das Ziel, an der Straße „An der Wienbecke“ Wartehäuschen an den Bushaltestellen zu errichten, weiterverfolgen. Was in diesem Sommer etwas werden könnte, sind sechs Fahrradständer auf dem kleinen Stück Grün zwischen Toni Spiekermann und der Ampel.
Dabei, dass die Schüler*innen etwas sicherer über die Straße dort kommen, hilft sicher auch das auf Betreiben der IZM installierte gelbe Blinklicht, das die Autofahrer*innen warnt, wenn sie von der Bismarckstraße nach links Richtung Wulfen abbiegen.

Einbahnstraßenregelung An der Marienkirche
Lange, sehr lange hat es gedauert, nun wird es bald was: Die auf der Bürgerversammlung im September 2018 mit den Vertretern der Stadt verabredete Einbahnstraßenregelung An der Marienkirche wird nun zügig umgesetzt, nachdem der zuständige Mitarbeiter der Stadt wieder im Dienst ist. Künftig wird dann die Einfahrt erfolgen von der Marienstraße, die Ausfahrt auf die Bismarckstraße. Zusammen mit der Pfarrgemeinde und dem Kulturkreis St. Marien erwartet die IZM damit eine große Entlastung bei Veranstaltungen in der Marienkirche; hoffen wir, dass dort Konzerte auch bald wieder stattfinden können!

Mehlbeeren am Radweg zwischen BE FIT und Seniorenheim St. Marien
Ca. 30 Mehlbeerbäume an diesem Fuß-/Radweg sind nicht angewachsen bzw. schon tot. Auch hier bemüht sich IZM in Verbindung mit der Stadt Dorsten, eine Ersatzlösung für die durch den Regionalverband angepflanzten Bäume zu finden.

Ja, es war ein verkorkstes Jahr! Treffen waren kaum möglich, an ein Quartiersgespräch war nicht zu denken. Absprachen mussten zum großen Teil online erfolgen. Auf allen Ebenen blieb Arbeit liegen, verzögerten sich Projekte.

Starten wir mit Zuversicht in das neue Jahr 2021. Packen wir´s an; es gibt genug zu tun!
Wenn Sie bei einzelnen Projekten oder ‚überhaupt‘ mitmachen möchten: Die IZM ist eine offene Gruppe engagierter Marienviertler*innen und Sie sind herzlich eingeladen! Alle Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier auf der Homepage.

Mit den besten Wünschen für ein gutes neues Jahr!

Johannes Wulf

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  1. Pingback: Spielplatz Marienstraße: Ideen gesucht! -

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