MarienviertelSchützenverein St. Marien

Premiere für die Marienschützen

Nein, damit ist nicht gemeint, dass die Marienschützen die Dorstener Schützenfest-Saison 2017 eröffnen; das ist so in allen ungeraden Jahren.

Zum ersten Mal in den 42 Jahren des Bestehens des Vereins, 40 Jahre nach dem ersten Schützenfest der Marienschützen Anfang Juli 1977 feiert der Verein sein ‘Hochfest’ wirklich im Marienviertel!

Alle bisherigen Schützenfeste fanden auf der Wiese am Blauen See, zwischen Wienbach und dem Restaurant ‘Zum Blauen See’ statt, damit eigentlich in Holsterhausen, bildet doch der Wienbach dort die ‘Grenze’ von Holsterhausen zu Hervest.

Neue Perspektive: Schützenzelt auf dem Sportplatz der ehem. G-H-Schule

Wie lange der Umzug in das ‘Zentrum’ des Marienviertels, auf den Sportplatz der früheren Gerhart-Hauptmann-Schule, hält, ist unklar. In der ‘Ideenwerkstatt’, die die Initiative Zukunft Marienviertel zusammen mit der Stadt Dorsten im März 2017 veranstaltete, wurde jedenfalls der Wunsch deutlich, dort einen ‘Veranstaltungsplatz’ einzurichten. Was daraus wird, steht allerdings noch in den Sternen … (Weitere Infos zur Zukunft des Schulgeländes hier).

Warum der Umzug? Die alte Festwiese ist Teil des Naturschutzgebietes (NSG) RE-049, der Bachlauf des Wienbachs dort Flora-Fauna-Habitat (FFH) (siehe die folgende Grafik). Was dort alles schützenswert ist bzw. sein soll, finden Sie hier. Als Nicht-Fachmann enthalte ich mich einer Wertung.

Spannender an dieser Stelle: Was sind die Grenzen des Marienviertels?

Da das Marienviertel keinen Stadtteil im eigentlichen Sinn bildet (auch wenn es das lebenswerteste Quartier Dorstens ist; wer sonst hat Lunemann´s Wirtshaus um die Ecke?), ist besonders die Abgrenzung zum Osten schwierig. Im Norden haben wir den Stadtteil Deuten, im Westen – wie schon erwähnt – ist es Holsterhausen, im Süden sind es die Altstadt und die Feldmark, alles Stadtteile im kommunalpolitischen Sinn.

Für die östliche Abgrenzung ist der Bischof in Münster ‘verantwortlich’.
Dazu ein ganz kurzer Exkurs in die Geschichte der Pfarrgemeinde St. Marien:
1910 Weihe der Marienkirche
ab 1916 ist St. Marien Rektoratsgemeinde von St. Paulus in Hervest
1920 Gründung der Pfarre St. Josef in Hervest.
Dadurch wurde eine Neuordnung der Grenzen der Pfarreien St. Josef und St. Marien notwendig. Das bischöfliche Straßenverzeichnis über die beiden Pfarrgebiete ist bis heute eine (allerdings nicht formelle) Beschreibung des Gebiets des Marienviertels.

Das Vermessungsamt der Stadt Dorsten hat sich einmal die Mühe gemacht, das (wohlgemerkt nicht-amtliche) Gebiet des Marienviertels auf der Grundlage des Straßenverzeichnisses der Pfarre St. Marien grafisch ansprechend darzustellen:

Allerdings: Weder die Mitglieder des Vereins noch die Besucher der Schützenfeste halten sich an solche formalen Grenzen – und das ist gut so!

Daher: Dem Schützenfest 2017 des Schützenvereins St. Marien gutes Gelingen!
Allen Besuchern viel Freude beim ersten Dorstener Schützenfest 2017!
Gut Schuss!

jotw

 

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