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Pfarrbücherei St. Marien ade!

Eine karge Zeile in den Pfarrnachrichten von St. Marien, ein bisschen mehr in der Kirche und in der Dorstener Zeitung:
Nach 35 Jahren im Auftrag von Bildung, Unterhaltung und Information schließt die Pfarrbücherei St. Marien zum 1. Mai.

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Über die Gründe, die zur Schließung führten, sehr rückläufige Besucher- und Ausleihzahlen, hier zu spekulieren, ist müßig. Doch ganz sicher lag es nicht am Können und am Engagement des Bücherei-Teams (hier das von 2012).

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Sonntags nach dem Gottesdienst und mittwochs nachmittags erwarteten die Mitarbeiterinnen ihre Leserinnen und Leser. Daneben stand immer auch noch die übrige Bibliotheksarbeit an. Dank an alle, die in den vergangenen 35 Jahren ihre Zeit dafür aufgewendet haben! Ich kann mich gut daran erinnern, wie unsere Tochter mit voller Tüte in den Sonntagsgottesdienst ging, um direkt danach die Treppe zur Bücherei hochzustürmen, um sich neues Lesefutter zu ergattern 🙂 .

Die Katholischen Pfarrbüchereien haben ihren Ursprung der Gründung des “Borromäusvereins” in Bonn (im Jahre 1845) zu verdanken. Noch heute werden die KÖB (Kath. Öffentliche Büchereien) vom “Borromäusverein” mit Büchern, Plakaten und wichtigen Informationen versorgt. Im Zuge der neuen kath. Sozialpolitik – Stichwort  Bischof von Ketteler – gewann ‘Volksbildung’ auch im kirchlichen Raum immer mehr an Bedeutung: die Pfarrbüchereien wurden ausgebaut, das Lesen guter Bücher gefördert.

Ein Trost bleibt trotz der Bücherei-Schließung: die Lesestunden mit den Kindergartenkindern bleiben!

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